Cane Corso Hund – Geschichte

Cane Corso italiano- eine unbekannte Rasse

Ursprünglich kommt der Cane Corso Hund aus Italien und ist heute noch dort anzutreffen. Diese wunderbare Hunderasse zieeht immer mehr Aufmerksamkeit der zukünftigen Hundebesitzer auf sich. Früher hauptsächlich als Nutztier gehalten erfreuen sich heute immer mehr Familien an dem Corso Hund. Hier findest Du alles zu seinem Wesen.

Die Abstammung des Cane Corso italiano

Canis Pugnax - Vorfahre des Cane Corso Hund

Der Cane Corso ist einer der beiden Nachfahren des römischen Molossers Canis Pugnax (der römischer Molosserhund/Cane di Maccelaio). Sowohl der Cane Corso als auch der Mastino Napoletano sind die Nachfahren des antiken Kriegshundes. Dabei unterscheiden sind die Hunde etwas voneinander. Während der Mastino Napoletano schwer, kräftig und ein angsteinflößender Wachhund war, war der Cane Corso leichter, flinker in der Jagd und mit seinem ausgeprägten Temperament gewappnet gegen jede Herausforderung.

Vorfahre Canis Pugnax – der Kriegerhund

Canis Pugnax war ein Molosserhund im 1 Jahrhundert, der als römischer Kriegshund in Schlachten eingesetzt wurde. Als typischer Mastiff waren seine Kraft und Stärke sehr ausgeprägt. Aus diesem Grund wurde er auch in Arenen eingesetzt, um gegen Löwen und Bären zu kämpfen. Sowohl der Cane Corso italiano als auch der Mastino Napoletano sind doggenartige, kräftige Hunde, die sich im Aussehen sehr ähnlich sind. Sie sind die Vorfahren des heutigen Cane Corso Hundes.

Mit dem Fall des römischen Reiches verschwand auch der Kriegshund nach und nach. Soweit läßt sich die Geschichte zurückverfolgen. Von damals bis heute hat sich der Cane Corso Hund im Laufe der Geschichte großartig entwickelt. Vom ungezähmten Kriegstier zum Hüte- und Familienhund.

Cane Corso Hund - Canis Pugnax der Vorfahre

Der italienische Hirtenhund 

Ein ständiger Begleiter der Bauern

Aufgrund seiner Stärke und Kraft fanden die italienischen Hirtenhunde immer mehr ein zu Hause bei den Bauern. Die Aufgabe der Tiere als Kriegshund war zu Ende. So wurde aus dem ungezähmten Hund immer mehr ein Bewacher, Jäger und Beschützer. Er erwies sich als eine unschätzbare Hilfe für die Bauern. Auf den Höfen wurden sie meistens in Rudeln gehalten. Ihre neuen Aufgaben waren das Vieh vor anderen Tieren und Dieben zu schützen oder schwere Karren der Bauern zu ziehen.

 

Der Wachhund für Haus und Hof der Bauern

Der Hund diente als Wachhund für Haus, Hof und das Hab und Gut des Bauern. Er begleitete den Bauern mit dem Vieh auf Märkte und wich ihm nicht von der Seite. Damals mussten noch weite Wege zurückgelegt werden. Zum Schutz gegen Straßenräuber diente der Hirtenhund als Beschützer. Auch begleitete er die  Bauern um das Vieh zum Schlachthof zu bringen. 

Seine Beweglichkeit und sein Mut machten ihn besonders nützlich für die Jagd auf Hirsche und Wildschweine. Diese Hunde waren agil und sportlich. Durch die Verwendung der Schusswaffen im Laufe der Zeit hat sich die Jagd verändert. Der Nutzen dieser Hunde hat sich immer mehr Reduziert. Mit Rückgang der Großwildjagt  endete auch diese Aufgabe der Hirtenhunde.

Verbreitet war diese Rasse damals im „Reich der zwei Sizilien“, das sich über folgende Gebiete ausbreitete:

  • Abruzzen
  • Fürstentümer Benevento, Bari und Tarent
  • In den Hafengebieten Foggia, Lucera und Manfredonia
  • Basilicata
  • Im Herzogtum von Kalabrien
  • Sizilien

Mit zunehmender Umwandlung der landwirtschaftlichen Struktur und mit Modernisierung der Höfe in Italien und Sizilien, verschwand auch allmählich der Hirtenhund. Man brauchte diesen Hund immer weniger auf dem Hof und seine Nützlichkeit ging zu Ende. Einigen wenigen Bauern ist es zu verdanken, dass diese Rasse noch erhalten geblieben ist.

Seine körperliche Statur wirkt imposant und abschreckend. Er wurde überwiegend als Nutztier eingesetzt und hatte eine klare Aufgabe: Bewachen und Schützen. Diese Eigenschaft ist auch heute noch Charakter typisch für den Corso Hund.

Cane Corso Hund - FCI Klassifikation

FCI  – Standard Nr. 343

Gruppe 2  Pinscher und Schnauzer

Molosser und Schweizer und Sennehunde

Sektion 2.1 Molosser, Doggenartige Hunde

Rassenamen Laut FCI: Cane Corso italiano (italienischer Corso Hund)

Andere Namen: Cane di Maccelaio

Herkunftsland: Italien

Cane Corso ist ein Listenhund

Warum ausgerechnet dieser gutmütige und ruhige Familienhund auf der Liste steht, werden sich vermutlich viele Fragen. In der Rassebeschreibung steht, dass ängstliche und aggressive Hunde von der Zucht ausgeschlossen werden. Dennoch ist er in Brandenburg, Bayern und Liechtenstein auf der Rasseliste. In Genf ist seine Haltung gänzlich verboten.

Die Herkunft des Namens

Der Name Cane Corso ist historisch mit der Hunderasse verbunden.  « Cane »ist ein italienisches Wort und bedeutet Hund. Es ist eine Ableitung aus dem lateinischen canis. Corso leitet sich vom lateinischen « cohors » ab, was Hüter, Wächter, Beschützer von Haus und Hof bedeutet.  Das spiegelt wiederum die Berufung der Hunderasse als Bewacher und Beschützer wieder.

Das keltische Wort Corso bedeutet sowie wie „stark“, „mächtig“ und „robust“. Es entspricht ebenfalls dem Cane Corso Wesen.

Cane Corso Hund - chronologische Geschichte

1973 wurden die ersten Doggen artige Hunde von Prof. Bonatti in Apulien gesichtet

1975 gelang Dr. Breber der erste Wurf mit 7 Welpen

1978 Dr. Breber veröffentlicht einen Artikel über den Cane Corso

1983 wird die S.A.C.C. (Societa Amatori Cane Corso) von den Gründungsmitgliedern Gandolfi, Breber, Sereni, Casolino gegründet

1985 erste offizielle Vorstellung dem ENCI mit 20 Hunden

1987 ENCI anerkennt den Rassestandart der S.A.C.C

1991/92 Antrag auf offizielle Anerkennung der Rasse

1994 erfolgt die offizielle Anerkennung der Rasse

1996 offizielle internationale Anerkennung der Rasse

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